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Dante-Symposium 2015 PDF Drucken E-Mail

thumb_dante3750 Jahre Dante Alighieri

Zum 750. Geburtstag von Dante Alighieri organisiert der Driesch Verlag in Kooperation mit der  Società Dante Alighieri Vienna und dem Institut für Romanistik der Universität Wien ein Dante-Symposium:

Freitag, 9. Oktober, 10 - 13 Uhr


Universität Wien, Institut für Romanistik,
Universitätscampus AKH, Hof 8, Spitalgasse 2, 1090 Wien, Vortragssaal 1. Stock

Das Symposiumsprogramm:

 

10 - 13 Uhr Vortragsprogramm

 
Vorträge:

- Eva-Maria Remberger: Dante und die Geschichte der italienischen Sprache
- Alfred Noe: Dante in der deutschen Romantik
- Sylvia Schreiber: Die Deutsche Dante-Gesellschaft
- Gualtiero Boaglio: Dante in der italienischen Öffentlichkeit
- Gabriele Folz-Friedl: Warum Dante?
 
Die Symposiumsbeiträge werden in der Anthologie "Dante-Symposium 2015" publiziert; das Erscheinen ist für das Frühjahr 2016 geplant. 

 

Rezitation und Musik:
 
Weil der Vortragssaal um 14 Uhr schon verbucht ist und uns nicht mehr zur Verfügung steht, muss der Programmteil "Rezitation & Musik" leider entfallen. Die Veranstaltung dauert also nur von 10 - 13 Uhr.
 


 
Eva-Maria Remberger
 
Dante und die Geschichte der italienischen Sprache

Zwei Werke werden angeführt, wenn von der Bedeutung Dantes für die italienische Sprache die Rede ist: Die Divina Commedia, die zusammen mit Petrarcas Canzoniere und Boccaccios Decamerone das zentrale Werk der Tre Corone und damit eines feststehenden Referenzkanons für die Toskanität bzw. Florentinität der Sprache Italiens in der Diskussion der Questione della lingua ausmachen wird; und das nicht zu Ende geführte lateinische Traktat De vulgari eloquentia, welches vielzitierte, einer wissenschaftlicher Betrachtung von Sprache an manchen Stellen vorgreifende Überlegungen enthält. Den Spuren beider Werke in der italienischen Sprachgeschichte und Sprachwissenschaft soll hier nachgegangen werden.
 
 
Alfred Noe
 
Dante in der deutschen Romantik

Der Beitrag soll die Wahrnehmung der Divina Commedia von Dante Alighieri in der deutschen Romantik beleuchten. Von Johann Jakob Bodmers Aufsatz über Christian Joseph Jagemanns Anthologie der italienischen Dichter entsteht in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts ein faszinierendes Bild von dem florentinischen Dichter und seinen Gestalten, welches Anlass gibt zu zahlreichen Übersetzungen und literarischen Auseinandersetzungen der vielfältigsten Art. Die Aspekte der historischen Übersetzungen diese Zeit sollen hier ebenso behandelt werden wie Dramentexte, die sich mit Autor und Werk auseinandersetzen.
 
 
Sylvia Schreiber

Die Deutsche Dante-Gesellschaft
 
Der Beitrag befasst sich mit der wechselvollen Geschichte, den Aufgaben und Zielen der Deutschen Dante-Gesellschaft, deren 150. Gründungsjubiläum mit dem 750. Geburtsjahr Dante Alighieris zusammenfällt. Mit der jährlichen Abhaltung einer interdisziplinären Tagung, der Herausgabe eines wissenschaftlichen „Jahrbuchs“ und eines Mitteilungsblattes sowie ihrer Präsenz in den neuen Medien verfolgt die Deutsche Dante-Gesellschaft das Ziel, das Wissen und die Beschäftigung mit Persönlichkeit und Werk Dantes und seiner Rezeption in Literatur, Kunst, Theater, Film usw. zu verbreiten, zu erhalten und zu fördern.
 
 
Gualtiero Boaglio

Dante in der italienischen Öffentlichkeit


Sehr lange galt Dante ausschließlich als Inspirationsquelle für die italienische Sprache und Literatur. Ab dem 19. Jahrhundert durch den Vereinigungsprozess Italiens wird Dante als nationalpolitischer Held gefeiert und ausgehend von Florenz verbreitet sich ein facettenreicher Kult um ihn, welcher auch die italienischen Kronländer der Habsburgermonarchie erreicht. Denkmäler, öffentliche Feiern, Filme zelebrieren Dante als Symbol der italienischen Identität. Dieser Kult hat sich heutzutage der informationsüberfluteten und kommerzialisierten Gesellschaft angepasst.
 
 
Gabriele Folz-Friedl

Warum Dante?


Fragen einer interessierten Leserin und Schriftstellerin, warum heute, nach so langer Zeit und so tiefer Entfernung vom mittelalterlichen Danken, das Poem „Die Göttliche Komödie“ immer noch viele Leser findet, nicht nur akademische Exegeten, und das in verschiedenen Sprachen. „Dante, Shakespeare, Goethe“, das oft zitierte Triumvirat der abendländischen Dichter-Olympiers, wird von ihm angeführt. Was liegt der tiefen Faszination zugrunde?
 

 
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