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Präsentation & Lesung in der ÖGL PDF Drucken E-Mail

oegl_logoÖsterreichische Gesellschaft für Literatur, Herrengasse 5, 1010 Wien

Donnerstag, 1.10.2015, 19 Uhr

Verlagspräsentation und Lesung

 

Dr. Haimo L. Handl stellt kurz den Driesch Verlag vor

Es lesen die beiden Verlagsautorinnen

Heide Breuer: Leseprobe aus "Die Brüder von Van"

Gabriele Folz-Friedl: Leseprobe aus "Der Eisheilige"

 

Heide Breuer, geboren in Baden, lebte in Brüssel und Pforzheim. Nach ihrer Ausbildung zum Lehrberuf studiert sie Keramik bei Franz Trautmann in Vaihingen bei Stuttgart, gründet eine Familie und bekommt 3 Kinder.

1977 kehrt sie nach Wien zurück, richtet 1984 ihre eigene Werkstatt ein und nimmt die Lehrtätigkeit wieder auf. Ab 2000 beginnt ihre schriftstellerische Tätigkeit. Sie hat drei Romane, Essays und Kurzgeschichten veröffentlicht und war Redakteurin der Zeitschrift für Literatur & Kultur, DRIESCH. Ihre jüngste Buchveröffentlichung ist der Roman „Die Brüder von Van“.

Heide Breuer: Die Brüder von Van. Roman. Softcover, Format 150 x 230 mm, 222 Seiten, Driesch Verlag, Drösing 2014,
ISBN 978-3-9027897-25-5


Ein packender Roman, der spannungsreich und berührend zugleich, jedoch ohne jede Sentimentalität, die Geschichte eines Brüderpaars in der kurdischen Türkei erzählt und ein dichtes Bild nicht nur der Protagonisten, sondern auch der Gesellschaft, in der sie leben, zeichnet. Heide Breuer erzählt einfühlsam und gehaltvoll. Zugleich reflektiert sie über ihre Figuren gesellschaftskritisch, ohne dabei aufdringlich zu werden. Die Sympathie für Land und Leute wirkt ansteckend.

 

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Gabriele Folz-Friedl,  geboren 1952 in Stuttgart, aufgewachsen in Köln und Friedrichshafen am Bodensee. Besuch der Akademie der bildenden Künste Stuttgart; zeitweise in Sozialberufen tätig. Ausstellungen in Deutschland, Österreich und der  Schweiz; seit 1986 Mitglied des Künstlerbundes März, Linz. Schon früh literarisches Arbeiten und Veröffentlichungen von Prosa und Lyrik in Anthologien; der Roman "Der Eisheilige" erschien 2013 bei Driesch. Gabriele Folz-Friedl war auch Redakteurin der Zeitschrift für Literatur & Kultur, DRIESCH.

 

Gabriele Folz-Friedl: Der Eisheilige. Roman. Softcover, Format 150 x 230 mm, 298 Seiten, Driesch Verlag, Drösing 2013,
ISBN 978-3-902787-09-5


Ein seltsamer Heiliger, der sich eines Tages komplett aus seiner bürgerlichen Existenz ausklinkt, um einer noch seltsameren, alkoholisch durchtränkten, „weißen“ Logik zu folgen, die in der Konsequenz letal endet. Und darum geht es letztlich auch: um die „ars moriendi“, die Kunst des Sterbens, die der Protagonist mal mit mehr, mal mit weniger Leichtigkeit und Eleganz zu erlernen sucht. Seinen Weg kreuzen dabei etliche andere Kandidaten und Adepten dieser schwierigen Disziplin, mit deren Bemühungen er gleichzeitig fördernd und empfangend in Wechselwirkung tritt.
Alkohol als Mittel der Selbstzerstörung, des langsamen Abtretens: die Geschichte eines eigentümlichen Ausstiegs, der tödlich endet. Ein aktuelles, virulentes Thema, dicht geschildert im Roman von der Wiener Autorin Gabriele Folz-Friedl, aus Deutschland stammend, seit langem in Österreich ansässig. Schonungslos offen, beklemmend eindrücklich, kurz, ein interessanter Roman.

 

 

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